Transaktionsanalyse – wieso weshalb warum?

Aufgrund des etwas unhandlichen Begriffs, wird diese Frage immer mal wieder gestellt. Und da die Transaktionsanalyse, kurz TA, zwar einfach aber auch unglaublich komplex ist, sind gute Einstiegstexte gar nicht so leicht zu finden. Deshalb probiere ich das jetzt mit meinen eigenen Worten. Dabei beschreibe ich in diesem Schritt allerdings eher, was es mit uns macht oder machen kann, als dass ich auf den Inhalt eingehe. 

Also…

Die TA bietet uns ein psychologisches Erklärungsmodell dafür „wie wir sind“. Lapidar gesagt „was da so alles in uns abgeht an Gedanken und Gefühlen“. Dabei helfen uns sogenannte Ich-Zustände, von denen viele schon gehört haben. Das beschreibe ich ein anderes Mal im Detail oder Ihr folgt dem Link, den ich unten anhefte.
Wichtig zu wissen: sie basiert auf einem humanistischen, konstruktivistischem Menschenbild, in Kurzform – wir glauben an den guten Kern in uns und anderen und vertrauen darauf, dass wir uns erkennen, wachsen und uns verändern können.

Wie funktioniert das?

Die TA gibt uns Modelle und Begriffe an die Hand um zu erklären, warum wir so (geworden) sind, wie wir sind. Denn unser Lebensweg prägt uns – wie haben wir die Welt von klein auf wahrgenommen, wie wurde mit uns umgegangen, welche Glaubenssätze haben wir verinnerlicht und wer waren unsere prägenden Vorbilder, im guten wie im schlechten.

Wenn wir dieses Konzept an uns selbst verstanden und verinnerlicht haben, können wir es auch auf andere Menschen anwenden. 
Und im Zusammenspiel dieser Ich-Zustände zwischen uns und anderen + Transaktionen genannt – können wir dann bei genauer Beobachtung wahnsinnig viel ablesen. Kommunikation betrachten wir also sehr häufig aus der Vogelperspektive bzw. Metaebene: Was passiert da zwischen Menschen, welche Dynamiken laufen ab.

Aus solchen Beobachtungen lernt man dann immer mehr über sich selbst. Und die anderen. Darüber, mit welcher Brille wir andere sehen und wie unsere Beziehung zueinander gelagert ist. Und mit zunehmender Erfahrung ganz generell wie die Psyche von Menschen so funktioniert. Wir können immer mehr nachvollziehen woher unsere Eigenheiten und Glaubenssätze kommen und wir fangen z.B. auch an zu verstehen, warum wir mit welchen Menschen immer wieder aneinander geraten. Warum uns manche Situationen so ärgern, ängstigen oder verunsichern. Was dazu führt, dass wir genau solche (auch inneren) Konflikte deutlich besser verstehen, steuern oder vermeiden können.

Was macht das mit uns?

Dieses zunehmende Verständnis führt in der Summe dazu, dass wir uns verändern, unsere Persönlichkeit reift und wächst und man mit der Zeit oft gelassener wird. Was deutlichen Einfluss auf unsere Beziehungen hat, die an Tiefe, Verständnis und Zuneigung gewinnen. Wir reifen und werden besser als Menschen, Partner, Führungskräfte, Kollegen und Eltern. Ja, das klingt sehr groß und ein bisschen unwirklich, doch genau das kann es tatsächlich bewirken, wenn wir bereit sind uns ehrlich und mutig auf die Transaktionsanalyse und vor allem auf uns selbst einzulassen. 

Der Preis dafür: wir werden teils schmerzhafte Erkenntnisse über uns selbst und unsere Vergangenheit haben. Doch nur das Wissen darum ermöglicht es uns, diese Wunden auch zu versorgen. Doch meist haben wir auf dem Weg dann auch schon Menschen kennengelernt, die uns dabei helfen können.

Wir werden auch lernen uns selbst und andere mit einem liebevoll(er)en Blick zu beobachten und ins Herz zu schließen. Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst, fängt an real zu werden. Und man findet dabei auch heraus, dass Selbstliebe nichts mit Narzismus zu tun hat. Wenn das kein lohnender Gewinn ist? 

Neugierig gemacht? Lust auf mehr?

Falls es Euch eilt, leite ich vorerst gerne zu Hartmut Overdieck weiter, der einen zwar recht langen, aber gut verständlichen inhaltlichen Überblick und Einstieg bietet. Und auch sonst ist die Emotionale Kompetenz ein ausgesprochen spannendes Konzept, das auf der TA aufbaut.

Falls Ihr mehr Zeit habt, dann meldet Euch bitte und erzählt mir was genau Euch interessiert. Ich habe vor die Grundlagen in kleineren Häppchen selbst aufzubereiten, und berücksichtige dabei gern Eure Wünsche. 

Was braucht und wollt Ihr sonst noch? Bitte meldet Euch einfach. 
Kontakte, Buchempfehlungen, Workshops oder habt Ihr Lust das mal anzutesten? Ich bin gespannt, auf Euch!



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Kommentare zu diesem Artikel

Coaching "Konfliktanalyse" | ArtundStil  |  17. März 2020 um 12:34 Uhr

[…] Coaching für mich ist“ „TA: wieso, weshalb, warum“ „Ich bin OK, Du bsit […]

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